Archiv der Kategorie 'rechte Zeitungen'

Deutsche Militärzeitschrift

Die „Deutsche Militärzeitschrift“ wurde 1995 von Harald Thomas, dem ehemaligen Geschäftsführer des rechten „Nationaleuropäischen Jugendwerkes“ ins Leben gerufen und erscheint seitdem alle zwei Monate im „Verlag Deutsche Militärzeitschrift“. Dieser ist Teil der Verlagsgruppe „Lesen & Schenken“, die mehrheitlich Dietmar Munier gehört, einem aktiven NPD-Sympathisanten, der ebenfalls die „Zuerst!“ herausgibt.
Den Schwerpunkt der Hefte bildet eine verklärende Darstellung des Zweiten Weltkrieges und deutscher militärischer Führungspersönlichkeiten. Nach eigener Darstellung möchte man sich „an die Erlebnisgeneration des Zweiten Weltkrieges, an die Soldaten und Reservisten der Bundeswehr und an alle zeitgeschichtlich interessierten Mitbürger wenden“. Das heißt im Klartext: Verherrlichung von Waffen-SS, Wehrmacht und modernem Söldnertums.
Sie ist in Bahnhofskiosken zu erwerben oder auch im Abonnement erhältlich.

Tipps zum Weiterlesen:

DMZ – Von Bundeswehr bis Waffen-SS
http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/DMZ.htm

Überblick zu bisher erschiennen Ausgaben der DMZ
http://braunzonebw.blogsport.de/category/deutsche-militaerzeitschrift/

Deutsche Stimme

Die Deutsche Stimme ist das Parteiorgan der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Die Zeitung wird vom NPD-Bundesvorstand herausgegeben und erscheint seit 1976 monatlich im gleichnamigen „Deutsche-Stimme-Verlag“. Die Druckauflage beträgt nach eigenen Angaben 25.000 Exemplare.

Im Jahr 1998 erschien die „Deutsche Stimme“ in einer Auflage von 8.000 Exemplaren und seit dem Jahr 1999 in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Der Verlag und die Zeitschrift hatten bis 1999 ihren Sitz in dem oberbayerischen Dorf Sinning und sind nach einem kurzen Aufenthalt in Stuttgart seit Sommer 2000 im sächsischen Riesa angesiedelt. Chefredakteur der NPD-Zeitung war lange Jahre der sächsische Landtagsabgeordnete Holger Apfel. Seit April 2009 hat diese Aufgabe Karl Richter übernommen.

Zu einem Skandal auch unter den Stammlesern der Zeitung kam es, als im Juni 2005 bekannt wurde, dass die NPD ihr Parteiblatt in Polen drucken ließ, während sie zum Wahlkampf immer wieder mit Parolen wie „Grenze dicht für Lohndrücker“ die Ängste deutscher Arbeitnehmer schürte.

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Zeitung auch an Kiosken und im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Sie wird nicht über Großvertriebe an Kioske geliefert, sondern wird nur da angeboten, wo sich die Verkaufsstelle explizit darum bemüht.

Tipps zum Weiterlesen:

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands – die NPD
http://www.keine-stimme-fuer-nazis.de/?page_id=88

Beiträge im Bereich ‚Deutsche Stimme‘
http://www.netz-gegen-nazis.de/category/lexikon/deutsche-stimme

Junge Freiheit

Die „Junge Freiheit“ (JF) ist eine Wochenzeitung und erscheint seit 1986 immer Freitags in einer aktuellen Auflage von etwa 18.000 Exemplaren. Mitbegründer und Chefredakteur ist seit dem Dieter Stein.
Sie bietet eine Schnittstelle zwischen neurechten Kreisen und dem rechtskonservativen Teil der CDU. So gab es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder regelrechte Kampagnen gegen linke Politiker_innen, die in der JF begonnen und von etlichen CDU-Politiker_innen dankbar aufgenommen wurden. In der Vergangenheit gelang es der JF außerdem immer wieder prominente Interviewpartner_innen zu finden, bspw. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Berlin-Neuköllns, was zum Großteil auf deren Unwissenheit über den Hintergrund der Zeitung zurückzuführen war. Gerade durch ihr seriöses Erscheinen und liberales Auftreten ist sie überall erhältlich.

Tipps zum Weiterlesen:

Im Streit um die Deutungshoheit innerhalb der deutschen Rechten sieht die Junge Freiheit ihre Chance, sich als Leitmedium auszugeben. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht.
http://jungle-world.com/artikel/2010/07/40386.html

Beobachtungen bei der Zeitung „Junge Freiheit“
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/printmedien/zapp2166.html

Das Kreuz mit der Nation – Christlicher Antisemitismus in der Jungen Freiheit
http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,280,16.html

Zu Besuch bei der „Jungen Freiheit“– Mit Stauffenbergs Degen
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/mit-stauffenbergs-degen/

Politologe über Rechts-Blatt „Junge Freiheit“ – „Die Seriösität ist äußerst fragwürdig“
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-serioesitaet-ist-aeusserst-fragwuerdig/?src=HL&cHash=c326cc7813

Ausfransung der Ränder: JF-Autoren haben keine Berührungsängste mit „Zuerst!“
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=4719:ausfransung-der-r%C3%A4nder-jf-autoren-haben-keine-ber%C3%BChrungs%C3%A4ngste-mit-zuerst&Itemid=361

National-Zeitung

Die „Nationalzeitung“ ist eine Wochenzeitung, die in der „Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH“ Gerhard Freys, dem ehemaligen Vorsitzenden und Geldgeber der DVU, erscheint. Darüber hinaus kann sie als eine der am weit verbreitetsten rechten Wochenzeitungen – mit 44.000 Exemplaren pro Ausgabe im Jahr 2006 – große Wirkung ausüben und gilt auch als Presseorgan der DVU.
Nachdem in den 90er Jahren die Kritik an der anstehenden Osterweiterung der EU, besonders die mögliche Eingliederung der Türkei, stark an Bedeutung gewonnen hatten, geht es aktuell eher wieder um die „Überfremdung“ Deutschlands und antisemitische Statements, besonders bezüglich der Anschläge vom 11. September 2001.
Wie andere Zeitungen dieser Sparte wird sie nicht über Großvertriebe an Kioske geliefert, sondern nur da angeboten, wo sich die Verkaufsstelle explizit darum bemüht. Trotzdem wird sie in Urlauberregionen unwissend oft als eine der deutschen Zeitungen angepriesen und verkauft.

Tipps zum Weiterlesen:

Profil: Deutsche National-Zeitung (DNZ)
http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/DNZ.htm

Interview in „National-Zeitung“ – CDU-Mann „ohne Scheuklappen“
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/cdu-mann-ohne-scheuklappen-1/

Zuerst!

Die „Zuerst!“ ist ein Monatsmagazin, dessen erste Ausgabe Ende 2009 in einer Auflage von angeblich 86.000 Exemplaren erschienen ist. Sie ging aus der ehemaligen Monatszeitschrift „Nation & Europa“ hervor und wird über die „Verlagsunion“ vertrieben, einer Tochtergesellschaft des Bauer-Verlags (der u.a. die „Bravo“, „TVMovie“ und den „Playboy“ herausgibt).
Sie erscheint in der Verlagsgruppe „Lesen & Schenken“ von Dietmar Munier, einem aktiven NPD-Sympathisanten, der ebenfalls die „Deutsche Militärzeitschrift“ herausgibt.
Mit der „Zuerst!“ sollen, laut Verleger, „politisch interessierte Bürger aus der Mitte der Gesellschaft“ angesprochen werden. Sie will also typisch rechte Themen wie Vertriebenenpolitik, rechten Antikapitalismus und Verschwörungstheorien bürgernah verkaufen.
Die „Zuerst!“ wird unter anderem von der Supermarktkette „real“ verkauft und ist auch an vielen Kiosken erhältlich.

Tipps zum Weiterlesen:

Deutsche Nachrichten – Porträt: Das neue Magazin »Zuerst!«
http://www.der-rechte-rand.de/?p=145

Holocaust-Leugner & Konservative – »Zuerst!« ist Forum für etablierte und extreme Rechte
http://www.der-rechte-rand.de/?p=242

Das neue rechte Magazin „Zuerst“
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/zuerst100.html

Rechtes Monatsmagazin „Zuerst“ – Aus dem Sumpf
http://www.taz.de/1/leben/medien/artike/1/aus-dem-sumpf/

Ein „Hauch von denunziatorischem Eifer“ – Nachrichtenmagazin „Zuerst!” spaltet Deutschlands Rechte
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/12/30/ein-%E2%80%9Ehauch-von-denunziatorischem-eifer%E2%80%9C-%E2%80%93-nachrichtenmagazin-%E2%80%9Ezuerst%E2%80%9D-spaltet-deutschlands-rechte_2262

Ausfransung der Ränder: JF-Autoren haben keine Berührungsängste mit „Zuerst!“