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Veranstaltung zur „Jungen Freiheit“ in Berlin

„Das wird man ja nochmal sagen dürfen…“
Die Bedeutung der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ zwischen der extremen Rechten und dem Konservatismus

Die neurechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ will das Schmuddel-Image los werden und bei den ganz Großen mitmischen. Dazu mangelt es aber an Abonnements und Anzeigenkundschaft. Trotzdem erstreckt sich der Einfluss der Postille bis weit in das bürgerliche Lager. So richtet die „Junge Freiheit“ ihr Augenmerk auf eine CDU, die sie scharf angreift, schonmal als „linksextrem“ tituliert, in der sie aber auch ihre stärksten Verbündeten glaubt. Und der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders wird gefeiert wie ein Popstar. Die „Junge Freiheit“ steht wie kaum eine andere Zeitung für die fließenden Übergänge zwischen der extremen Rechten und dem Konservatismus.
Im Rahmen der Veranstaltung sollen strategische Elemente wie der Kampfbegriff „Political Correctness“, inszenierte Tabubrüche oder die immerwährende Rede von der „Krise“ sowie beispielhaft ideologische Fragmente wie Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und Antifeminismus nachgezeichnet werden. Umstritten ist hingegen, wie einflussreich die „Junge Freiheit denn nun wirklich ist. So möchten wir über die von Zeitungen wie der „Jungen Freiheit“ ausgehende Gefahr und mögliche Schritten dagegen diskutieren.
Der Referent ist freier Mitarbeiter des Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V.

Veranstalter_innen: Kreisjugendring Köpenick e.V. (KJR) und
Antifaschistisches Bündnis Südost (ABSO)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktion „Let’s push things forward – Kampagne gegen rechte Zeitungen“.

02.11.2010 :: 19.30 Uhr :: Das Café – Haus der Jugend Köpenick (HDJK) :: Seelenbinderstraße 54 :: Nähe S-Bhf. Berlin-Köpenick (S3)

Internet: www.begegnung.hdjk.de :: abso-berlin.tk :: pushforward.blogsport.de

Junge Freiheit

Die „Junge Freiheit“ (JF) ist eine Wochenzeitung und erscheint seit 1986 immer Freitags in einer aktuellen Auflage von etwa 18.000 Exemplaren. Mitbegründer und Chefredakteur ist seit dem Dieter Stein.
Sie bietet eine Schnittstelle zwischen neurechten Kreisen und dem rechtskonservativen Teil der CDU. So gab es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder regelrechte Kampagnen gegen linke Politiker_innen, die in der JF begonnen und von etlichen CDU-Politiker_innen dankbar aufgenommen wurden. In der Vergangenheit gelang es der JF außerdem immer wieder prominente Interviewpartner_innen zu finden, bspw. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Berlin-Neuköllns, was zum Großteil auf deren Unwissenheit über den Hintergrund der Zeitung zurückzuführen war. Gerade durch ihr seriöses Erscheinen und liberales Auftreten ist sie überall erhältlich.

Tipps zum Weiterlesen:

Im Streit um die Deutungshoheit innerhalb der deutschen Rechten sieht die Junge Freiheit ihre Chance, sich als Leitmedium auszugeben. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht.
http://jungle-world.com/artikel/2010/07/40386.html

Beobachtungen bei der Zeitung „Junge Freiheit“
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/printmedien/zapp2166.html

Das Kreuz mit der Nation – Christlicher Antisemitismus in der Jungen Freiheit
http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,280,16.html

Zu Besuch bei der „Jungen Freiheit“– Mit Stauffenbergs Degen
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/mit-stauffenbergs-degen/

Politologe über Rechts-Blatt „Junge Freiheit“ – „Die Seriösität ist äußerst fragwürdig“
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-serioesitaet-ist-aeusserst-fragwuerdig/?src=HL&cHash=c326cc7813

Ausfransung der Ränder: JF-Autoren haben keine Berührungsängste mit „Zuerst!“
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=4719:ausfransung-der-r%C3%A4nder-jf-autoren-haben-keine-ber%C3%BChrungs%C3%A4ngste-mit-zuerst&Itemid=361